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Diskussion


Wie auch in der Einleitung beschrieben, war es mir wichtig, Verknüpfungen zwischen den erhaltenen Resultaten zu knüpfen. Diese möchte ich unter anderem hier aufführen und versuchen zu erklären.

 

Auswertung


Zu 6.1:
In der Grafik ist deutlich ersichtlich, dass es überwiegend Männer sind, die eine Harley-Davidson fahren. Nur ein Viertel der Befragten sind weiblich.
Nach meiner Einschätzung wird die Anzahl Frauen in der Zukunft zunehmen, da sie sich dafür begeistern können.

Zu 6.2:
Von den Befragten waren 51% zwischen 40 und 50 Jahre alt. Dies bestätigt die Aussage, dass eine Harley-Davidson mit hohen Kosten verbunden ist und die meisten Jüngeren sich noch keine leisten können.
Ich denke, daran wird sich auch nichts ändern, solange sich die finanzielle Situation der jüngeren Generation nicht verbessert. Dieser wesentliche Punkt ist in meiner Grafik ersichtlich. Nur 6% der Bei-/ Fahrer sind zwischen 10 – 30 Jahre alt.

Zu 6.3:
Grösstenteils kam die Begeisterung für Harley-Davidson mit 44% durch Freunde auf. An zweiter Stelle mit 18% durch die Familie. Beides sind Einflüsse nahe stehender Personen.
Da die Popularität von Harley-Davidson in den letzten Jahrzehnten zunahm, verwundert es mich, dass nur 12% durch Filme, Fernsehen oder besuchte Events dazu kamen.

Zu 6.4:
In der Theorie unter 2.6 spreche ich die verschiedenen Gruppierungen oder Organisationen an.
Dass nur 15% einem Club oder Motorradclub angehören, erstaunt mich. Obwohl die Harley Owners Group (HOG) zum grössten Markenclub der Welt gehört, machen die Freebikers mit 25% einen grösseren Anteil der Befragten aus. Ich muss jedoch anmerken, dass die Befragten ausschliesslich aus der Schweiz stammen. Der Verein macht mit 60% den grössten Anteil aus.

Zu 6.5:
Aus der Grafik ist ersichtlich, dass 90% Fahrer und 10% Beifahrer sind. Das beliebteste gefahrene Modell in meiner Auswertung ist der Tourer mit 29%. Das Modell gilt als besonders komfortabel und liegt in der höchsten Preisklasse. [1] Wie in 6.2 ersichtlich, sind die meisten Fahrer älter als 40, denen der Komfort sicherlich eine wichtige Rolle spielt. Dies bestätigt auch meine weitere Auswertung. Von denjenigen, die einen Tourer fahren sind 25% zwischen 40 und 65 und nur 4% zwischen 30 und 40 Jahre alt. Jüngere Tourer-Fahrer gab es unter den Befragten nicht. Möglicherweise auch weil dieses Modell als das Teuerste gilt. Darauf folgt die Softail mit 25% Anteil, wovon 21% männliche Fahrer sind und 4% weibliche.
Auffällig finde ich, dass von den 25% Freebikern keiner eine Softail fährt. Mit 12% bevorzugen sie den Tourer. 19% der Freebiker sind zwischen 40 und 65 Jahre alt. Daraus schliesse ich, dass wie Anfangs beschrieben, die älteren Personen das bequemere Tourer-Modell den anderen bevorzugen.

Das Modell Dyna steht mit 20% an dritter Stelle. Sie gilt als besonders agil und befindet sich in einer günstigeren Preisklasse, als eine Softail. Ausserdem eignet sich die Dyna als Einsteiger-Motorrad. 14% von ihnen verbringen ihre Ferien manchmal, 4% oft und 2% selten auf einer Harley-Davidson. Für 18% von insgesamt 20% vermittelt der Sound der Maschine das Freiheitsgefühl. Für 14% der Dyna-Fahrer / -innen schränkt der Verkehr das Freiheitsgefühl ein.

Zu 6.6:
Aus der Grafik entnehme ich, dass es für die meisten nicht bedeutsam ist, in Harley-Davidson Artikel etc. zu investieren. So liegt die Investition zu 92% unter der Hälfte. Mit diesem Ergebnis hätte ich nicht gerechnet, da ich finde, dass sich die Harley-Davidson Fans fast ausschliesslich mit dieser Marke ausstatten und einkleiden.

Zu 6.7:
Etwa die Hälfte reist in den Ferien manchmal mit einer Harley-Davidson. 37% jedoch sind dann oft bis immer mit ihr unterwegs.
Bei dieser Frage interessiert mich vor allem, ob das Harley-Modell, wie der bequeme Tourer, einen Einfluss darauf hat. Viele umgebaute Harleys eignen sich nicht für Reisen auf weiten Strecken.
Meine Auswertung ergab, dass von den 37% nur 4% eine Dyna, 2% eine V-Rod und keine/-r eine Sportster fahren. Jeweils 16% fahren eine Softail oder einen Tourer. Wieso der Anteil bei der Softail so hoch ist, kann ich mir nicht erklären.

Zu 6.8:
Die Fahrer bevorzugen mit 28% Berge / Pässe. Der Grund dafür könnte die schöne Aussicht und der geringe Verkehr sein. 22% der Befragten fahren auch gerne im Flachland. Da gibt es viele Seitenstrassen und man kann den Autobahnen ausweichen. Ausserdem sieht man die Weite des Landes und ihre Schönheit im Glanz der Sonne. Da ich ausschliesslich Schweizer befragte, erstaunt es mich nicht, dass nur 4% an der Küste fahren.
Der Jura zeichnet sich durch seine Unberührtheit und die wunderbaren Strecken aus. So überrascht es mich, warum nur 9% ihre Ausflugsorte dahin planen. Möglicherweise deshalb, weil keiner der Befragten aus dieser Gegend kam.
Der Ausflug ins Ausland sieht mit 19% bei der ersten Grafik klein aus. Da bei dieser Frage aber mehrere Antworten möglich waren, argumentiere ich mit der Anzahl der Teilnehmer.
Von den 52 Befragten fahren mit einer Mehrheit von 47 über Berge / Pässe, 37 über das Flachland und 32 auch im Ausland. Die Minderheit machen die USA mit 12 und die Küste mit
7 Teilnehmern aus. Wie oben beschrieben, erkläre ich mir das so, dass ich ausschliesslich Schweizer befragte.

Zu 6.9:
Hier dominieren mit 20% das Lebensgefühl und mit jeweils 18% das Freiheitsgefühl sowie der Genuss. Die Nähe zur Natur, das Vergessen, die Ablenkung und das Image stehen im Hintergrund. Ich finde das merkwürdig, da für mich die Naturnähe ein wesentlicher Grund ist, warum ich mit der Harley mit fahre. Ich dachte, der Anteil würde hier höher ausfallen.
Bei dieser Frage waren wieder mehrere Antworten möglich. So sollte die zweite Grafik auch berücksichtigt werden. Von den 52 Teilnehmer gaben nur zwei das Image als Grund an und fünf, dass sie Harley-Davidson fahren, um die Sorgen zu Hause zu lassen. Das Freiheitsgefühl macht mit 37 Teilnehmer den zweitgrössten Teil aus.
Diese Frage ist für meine Auswertung von wesentlicher Bedeutung. Wie in der Grafik ersichtlich ist, dominiert das Freiheitsgefühl mit 37 Teilnehmern.
Von denen, die ein Freiheitsgefühl erleben, gehört der grösste Teil einem Verein an, danach folgen die Freebiker und zuletzt die Motorrad- / Clubs. Möglicherweise, weil beim letzteren, wie in der Theorie beschrieben, strengere Regeln und mehr Einschränkungen gelten.

Das Modell spielt keine Rolle beim Freiheitsgefühl, jedoch das Reisen in den Ferien auf einer Harley.
Erstaunlich finde ich Punkt 6.8, der keine Auswirkung auf meine Auswertung machte, ausser dass diejenigen ohne Freiheitsgefühl nie in der USA waren. Das ist jedoch auf die Gesamtzahl gesehen ein geringer Anteil und ist für mich nicht von wesentlicher Bedeutung.
Interessant finde ich Punkt 6.9 in Bezug auf die Gründe warum er / sie Harley fährt. Von den
15 Befragten ohne Freiheitsgefühl kreuzte nur einer der Befragten die zwei Gründe Zugehörigkeit und um die Sorgen zu Hause zu lassen an. Wenn ich es mit der Grafik von 6.10 verknüpfe, könnte ich mir gut vorstellen, warum sie das Gefühl von Freiheit nicht erleben. Dort ist ersichtlich, dass die Freundschaft mit 16% und der Zusammenhalt mit 12% zu den wesentlichen Gründen gehört, die ihnen das Freiheitsgefühl vermittelt. So wäre es möglich, dass gerade die Zugehörigkeit bedeutsam für das Ausleben des Gefühls wichtig ist. Dass sie die Sorgen nicht zu Hause lassen können, wäre eine Möglichkeit, warum das Gefühl verhindert wird.
Punkt 6.9 half mir das Ermitteln der Frage “Warum fahren die 15 Befragten ohne Freiheitsgefühl Harley-Davidson?“. Heraus kam die Bevorzugung des Genusses, Lebensgefühls und zur Freizeitbeschäftigung.
In Punkt 6.11 fand ich keinen Unterschied der Auswertungen zwischen den zwei Gruppen
mit / ohne Freiheitsgefühl. So ist es auch in Punkt 6.12 verhältnismässig ausgeglichen.

Zu 6.10:
In diesem Punkt wurden nur diejenigen berücksichtigt, die das Freiheitsgefühl im Fragebogen ankreuzten, was 37 Teilnehmer ergab.
Der Sound spielt für viele Harley-Fahrer eine wichtige Rolle. Von den 37 entschieden sich 26 für diese Antwort. Knapp dahinter folgt die Freundschaft mit 16% auf der Grafik, was 24 Teilnehmern entspricht. Dass die Vibration nur mit 5% abschnitt, scheint mir seltsam, da sie für mich zum Sound dazugehört.
Die weiteren Punkte wie Gedankenfreiheit, Fahrtwind und Unabhängigkeit etc. sind alles Sinneswahrnehmungen oder Gefühle, die den besagten Personen das Freiheitsgefühl vermitteln.

Zu 6.11:
Für einen grossen Teil (37%) schränken Gesetze das Freiheitsgefühl ein. Ausserdem scheinen der Verkehr mit 29% und das Wetter von Bedeutung zu sein. Die Bekleidung gilt bei den Schweizer Harley-Fahrer nicht als Einschränkung. Das Schützen des eigenen Körpers hat hier Priorität. Das Klima in der Schweiz ist meist angenehm bis eher kühl zum Motorradfahren. In einem eher heisseren Land würde dieses Ergebnis sicherlich anders ausfallen.
Die Beifahrer schlossen hier mit 0% ab. Sie scheinen das Freiheitsgefühl nicht zu verhindern.

Zu  6.12:
Die Grafik macht deutlich, dass sich bei 78% der Befragten die Vorstellungen oder Erwartungen vom Harley-Davidson fahren erfüllt haben. Für mich ist das ein positives Ergebnis.
Die 12%, die nein angekreuzt haben, verbringen ihre Ferien manchmal mit Reisen auf der Harley-Davidson und 10% von ihnen erleben ein Freiheitsgefühl. Weiter finden sie vor allem, dass dieses durch die Gesetze oder den Verkehr eingeschränkt wird.