Harley-Davidson, abgekürzt HD, ist ein weiter Begriff. Man findet ihn auf T-Shirts aufgedruckt, als Kleber an Autos oder man „hört“ ihn beim Vorbeifahren einer Harley-Davidson. Ich möchte nicht auf die Maschinen direkt eingehen, sondern auf das ’Feeling ’, welches man beim Fahren erlebt: Ich fokussiere mich auf die Erlebnisse, Gefühle und Ansprüche vom Harley-Fahren.
Es gibt verschiedene Gründe, was einen Motorrad-Biker dazu bewegt, am Morgen früh aufzustehen und sich auf seine Harley-Davidson zu schwingen. Genau solche Gründe möchte ich herausfinden.
Wenn ich weiss, morgen steht eine Ausfahrt mit unserem Verein an, freue ich mich riesig. Auf einer Harley-Davidson zu sitzen, ist für mich ein Freiheitsgefühl. Ich schaue dann die Gegend an, spüre den Wind und lass meinen Gedanken ganz einfach freien Lauf. So kann ich vom Alltag abschalten und das Leben geniessen.
Mit meiner Arbeit möchte ich herausfinden, ob es den Mythos Harley-Davidson wirklich gibt oder ob er nur eine Illusion ist.
Jeder Harley-Davidson Biker wird mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass jeder das Fahren und die Philosophie unterschiedlich erlebt und lebt. Das bewegt mich dazu, mit meiner Arbeit herauszufinden, wo es Gemeinsamkeiten und wo Unterschiede unter den Bikern gibt. Vor allem möchte ich untersuchen, ob das Freiheitsgefühl tatsächlich eine zentrale Rolle beim Harley-Davidson Fahren spielt.
Meine Leitfrage lautet: „Was bedeutet Harley-Davidson Fahren für den Einzelnen in der heutigen Zeit und erlebt jeder ein Freiheitsgefühl?“
Nun fragte ich mich, wie ich am besten an meine Arbeit herangehen sollte. Was wollte ich konkret mit meiner Arbeit beweisen oder sogar herausfinden? Mein Ziel war es, die Feldarbeit so zu gestalten, dass ich meine Hauptinteressen am Harley-Fahren integrieren konnte. So entschied ich mich für einen Fragebogen, dem Coaches oft kritisch gegenüber stehen. Das gab mir den Ansporn, den Fragebogen so zu gestalten, dass man ihn korrekt auswerten und Verknüpfungen zwischen den Fragen herstellen kann. Ich habe mehrere Fassungen von meinem Fragebogen erstellt. Dabei habe ich mich selbst gefragt, wie ich diesen Bogen ausfüllen würde. Oftmals haben die Leute keine Zeit, einen Fragebogen auszufüllen. Deshalb beschloss ich, meinen Bogen so zu gestalten, dass man die Antworten nur ankreuzen musste.
Mit Hilfe der ausgefüllten und ausgewerteten Fragebogen und meinem Hintergrundwissen möchte ich die Leitfrage beantworten. Erstmals soll es möglich sein, gezielt eine Untersuchung zu diesem Thema zu erarbeiten.
Meine Maturaarbeit wird auf der Homepage unseres Vereins veröffentlicht. [1]